Unfall- und Haftpflichtversicherung über den LSB Berlin

Um die verschiedenen Vertragsbedingungen, die letztendlich zur Erfüllung von Unfallbeihilfen oder zur Abwehr von Haftungsansprüchen führen sollten, hat der LSB Berlin mit der Feuersozietät als Versicherungsgeber einen Rahmenvertrag abgeschlossen.

Dieser Rahmenvertrag ist aber ohne die Kenntnis der AUB 2005, Stand 2008, und die AHB 2008, nicht ausreichend erklärt. Den Rahmenvertrag kann man auf der Homepage des LSB Berlin einsehen und runterladen. Auf der Landesverbandsseite haben wir jetzt eine Rubrik „Versicherungen“ eingerichtet. Dort sind alle bekannten Versicherungsbedingungen und Rahmenverträge eingestellt.  http://www.daec-berlin.de/recht/versicherung Hier jetzt einige Hinweise, die in dem Vortrag von der Defendo uns zum Teil irrtümlich und nicht belastbar übermittelt wurden. Die Unfall- und Haftpflichtversicherung gilt nicht für Luftfahrzeug- und Sportgeräteführer sowie für sonstige Besatzungsmitglieder. Dazu sind in den besonderen Bedingungen der AUB 2005/2008 sowie AHB 2008 Einschränkungen definiert, die m.?E. schon recht merkwürdig sind. Ich habe den Eindruck, dort wird zu sehr auf die Berufsluftfahrt Bezug genommen. Schade, aber nicht zu ändern. Wir haben vom gesch. Vorstand versucht, die Mitarbeiter der Versicherungen zu bewegen, den Rahmenvertrag geringfügig zu ändern/anzupassen, sie wollen nicht! In der letzten Besprechung Anfang Juni 2015 im Hause des LSB Berlin haben wir versucht eine eindeutige Festlegung zu erreichen. Hier dazu etwas zur Unfallversicherung. Die Mitflieger als Besatzmitglied, die Luftfahrzeug- und Sportgeräteführer mit Lizenz, die Passagiere etc. sind nicht unfallversichert. Entgegen der bisherigen Regulierungspraxis. Als ungeklärt ist zur Zeit, ob Schüler, Schnupperer etc. ohne gesetzliche Lizenz  unfallversichert sind. Hier haben wir versucht, eine Klärung der Definition herbeizuführen. Weiterhin steht im Wortlaut als ebenfalls nicht unfallversichert, das Besatzungmitglied. Dazu der genaue Wortlaut der AUB 2005/2008 Artikel 5.1.4. „Unfälle der versicherten Person –    als Luftfahrzeugführer (auch als Luftsportgeräteführer), soweit er nach deutschem Recht        dafür eine Erlaubnis benötigt, sowie als sonstigen Besatzungsmitglied. –    bei einer mit Hilfe eines Luftfahrzeuges auszuübenden beruflichen Tätigkeit, –    bei der Benutzung von Raumfahrzeugen“ Diese Formulierung war scheinbar bisher niemand bekannt. Allgemein: Unfallversichert sind alle Mitglieder der Vereine die beim LSB über den LV Berlin gemeldet sind. Ob es nun auf dem Weg zum oder vom Flugplatz, auf dem Platz, in der Werkstatt oder bei sonstige Tätigkeiten im Auftrag des Vereins. Dieses gilt auch für Gäste, die innerhalb eines Monats die Absicht haben, den Vereinen beizutreten, sogenannte Schnupperer, soweit sie dem Verband rechtzeitig gemeldet sind. Der gesch. Vorstand ist dabei, eine Versicherung für die Deckungslücke der Unfallversicherung vom Einstieg in das Flugzeug (LSB) bis zur Landung zu finden. Entweder als Sitzplatzversicherung oder als Pilot mit Lizenz. Die Anfragen dazu laufen, wir werden per Rundschreiben dann informieren. Zur Haftpflichtversicherung über den LSB: Haftpflicht versichert sind alle Fluggelände im Besitz oder in der Verwaltung der Vereine. Dieses betrifft die gesetzlich notwendige Betriebshaftpflicht und die Tätigkeit als Start- bzw. Flugleiter. Verkehrslandeplätze sind davon ausgenommen, sofern dort überwiegend Motorflug betrieben wird. Die berufliche Fliegerei ist nicht versichert. Wird an einem Flugplatz gewerblich geflogen, kann dies den Versicherungsschutz des gesamten Flugplatzes entfallen lassen. Zur Vorlage bei der LuBB kann über den Versicherungsmakler eine Police angefordert werden, so die Zusage in der letzten Besprechung dazu. Haftpflicht versichert sind auch alle Modellflieger mit ihren Modellen mit max. 5kg Abfluggewicht, jedoch nur solche ohne Verbrennungsmotore. Alle Fluglehrer und Fluglehreranwärter, Sprunglehrer und Modellfluglehrer mit gültiger DSOB Trainerlizenz sind haftpflichtversichert, wenn sie die Tätigkeit nicht beruflich ausführen. Für Gastflüge ist eine CSL Versicherung notwendig! Die Frage der Haftpflichtversicherung von nicht zulassungspflichtigen Fahrzeugen auf den Flugplätzen wurde generell von dem Versicherungsgeber, hier die Feuersozietät, abgelehnt. Bitte prüft in euren Versicherungen für diese Fahrzeuge, ob dort „Arbeitsmaschine“ steht. Seilrückholfahrzeuge sind keine „Arbeitsmaschinen“, wenn diese schneller als 20 km/h fahren können! Die Haftpflichtversicherung des Luftfahrzeuges haftet nach der Definition auch am Boden für Schäden an Personen und Sachen. Bei einigen Versicherungsgebern ist es jedoch fraglich, ob die Schäden beim Rangieren z.?B. in der Halle bei Vereinsflugzeugen untereinander reguliert werden. Die Frage des 3. im Sinne der Haftung sollte hier mit jeder Versicherung im Einzelnen geklärt werden. Ein schwieriges Thema, aber im Schadenfall braucht man eine gewisse Sicherheit.

Für den Vorstand des LV Berlin Klaus Engelhardt