Archiv der Kategorie: Modellflug

Kein 100-Meter-Deckel für den Modellflug

Der beharrliche Einsatz des DAeC hat sich gelohnt: Die generelle 100-Meter-Begrenzung für den Modellflug ist Geschichte. Der Bundesrat hat am Freitag einer entsprechenden Empfehlung des Verkehrsausschusses zugestimmt. Die Höhenbegrenzung war vom Bundesverkehrsministerium im Zuge der Regulierung von Multicoptern, im Volksmund Drohnen genannt, ins Spiel gebracht worden – und hätte das Aus für bestimmte Modellflugklassen bedeutet.
 
„Wir freuen uns für alle Modellflieger in Deutschland und sind stolz und glücklich darüber, dass die Entscheidung zur Novellierung der LuftVO so ausgefallen ist“, sagt DAeC-Vizepräsident Gunter Schmidt. Die Geduld und der unermüdliche Einsatz der DAeC-Vertreter hätten sich ausgezahlt – auch wenn der Lösungsvorschlag vom Mai 2016, einen Kenntnisnachweis einzuführen, lange in der Warteschleife festgehangen hätte. „Unser zielorientierter Arbeitsstil und die  vielen Gespräche mit Entscheidungsträgern haben letztlich zum Erfolg geführt“, sagt Schmidt. „Das ist ein guter Tag für den Modellflug.“
 
Die Empfehlung des Verkehrsausschusses, der der Bundesrat nun folgt: Steuerer von Flugmodellen sollen auch auf Modellfluggeländen von Vereinen ohne Erlaubnis zum Aufstieg und außerhalb von Modellfluggeländen höher als 100 Meter fliegen dürfen – sofern sie einen besonderen Kenntnisnachweis erbringen können. Wie dieser genau aussieht, steht noch nicht fest. „Wir arbeiten aber bereits an einem Konzept. Unser Ziel ist, dass der Kenntnisnachweis für jedermann gut zu erlangen ist“, sagt Schmidt. Für den Betrieb von Multicoptern wird es eine solche Regelung nicht geben.
 
Den Vorstoß des Verkehrsministeriums, grundsätzlich eine maximale Flughöhe von 100 Metern einzuführen, hatte der Verkehrsausschuss zuvor in seiner Empfehlung als „ernstes Problem“ bezeichnet. Für bestimmte Modellflugklassen würde das einem „Quasiverbot“ gleichkommen, „auch wenn über den wenigen formell zugelassenen Modellfluggeländen Ausnahmen gelten sollen“.
 
Noch bis Januar hatte es einen solchen Vorstoß gar nicht gegeben – der über anderthalb Jahre mit DAeC und DMFV ausgehandelte Kompromiss schien unter Dach und Fach zu sein. Dann hatte das Verkehrsministerium unerwartet wieder einen 100-Meter-Deckel ins Spiel gebracht und diesen mit Interessen der Bundeswehr begründet. Der Verkehrsausschuss hatte diese Begründung Ende Februar als nicht nachvollziehbar zurückgewiesen: Die Koexistenz von Luftwaffe und Modellflug habe in vergangenen Jahren nie zu Problemen geführt.

Gunter Schmidt
DAeC-Vizepräsident

Termine 2018

Termine LV Berlin:
Die Vorstandssitzungen des DAeC Landesverbandes Berlin sind am:
11.09. und am 06.11.
Sie finden um 19:30 Uhr im Berliner Sportverein 1892 e.v. – Tennisabteilung,
Fritz-Wildung-Str. 23, 14199 Berlin-Wilmersdorf statt.

Seko-Termine:
27.09.,18.10 und am 22.11. 19:30 Uhr im Berliner Sportverein 1892 e.v. – Tennisabteilung, Fritz-Wildung-Str. 23, 14199 Berlin-Wilmersdorf

Termine LV Brandenburg

Fluglehrerausbildungstermine in Kyritz:
1.) FI(S) Ausbildung: 01.10. – 13.10.
2.) Vorbereitung, Kurzlehrgang incl. Prüfung für Befähigungsüberpfrüfung FCL.935
jeweils Fr.-So., Termine nach Vereinbarung
Als Kontakt: Eike Novatscheck, ausbildung@Luftsport-bb.de
Tel.: 0049 179 820 66 90

Lehrgänge LSCO:?
FVK-Zellewart: 08. bis 14.Oktober
Motorwart M1 und M2: 26. bis 28. Oktober
Rettungsfallschirmwart: 16. bis 18. November
Prüfertagungen ARS-CS – Prüfertagung: 20. Oktober
RFS-CS – Prüfertagung: 29. September?
Anmeldungen sind jederzeit per E-Mail oder telefonisch zu den Bürozeiten möglich.
service@lsco.aero

Termine Allgemein:
28. April bis Ende September: Ausstellung 50 Jahre Modellhubschrauber, Museum Wasserkuppe
3. November: 77. Segelfliegertag ins Kurfürstliches Schloss in Koblenz

Termine Fallschirm:

Termine Modellflug:

Termine Motorflug:

Termine Segelflug:
27. Juli bis 05. August: Einsteiger Streckenflugwoche, Flugplatz Perleberg
30. Juli bis 10. August: Deutsche Meisterschaft der Junioren, Flugplatz Grabstetten
25. bis 27. August: 20. Kleinen Segelflugzeug-Oldtimertreffen, Flugplatz Jena-Schöngleina, Anmeldung über:
www.fliegerklub-jena.de oder direkt bei manfredfritsch@t-online.de sowie
08.-10. September: Landesjugendvergleichsfliegen in Neuruppin
21.-24. September: Bundesjugendvergleichsfliegen am Flugplatz Oppenheim-Guntersblum

 

Platz für alle – Sicherheit für Piloten und Fallschirmspringer

Sicherheit für Piloten und Fallschirmspringer muss im Luftsport immer im Vordergrund stehen. Praktikable Regeln und moderne Technik können helfen, das Miteinander im Luftraum so zu gestalten, dass alle Nutzer so wenig wie nötig eingeschränkt werden, ohne sich gefährlich nah zu kommen.

Beim „Go“ des Exitkommandos der Fallschirmspringer verlassen die Sportler das Flugzeug. Nach einer Minute im freien Fall aus 4000 Metern öffnen die Springer in 800 Metern über Grund ihre Schirme, an denen sie ungefähr vier Minuten lang bis zur Landung schweben. In der Zeit haben sie kaum Chancen, Flugzeugen auszuweichen.

Sprungzonen sind auf den ICAO-Karten durch Fallschirmsymbol und roten Kreis gekennzeichnet. Das große rote Fallschirmsymbol zeigt intensiven Sprungbetrieb auch an Werktagen an. Das kleinere blaue Symbol kennzeichnet Sprungplätze, die in der Regel nur an Wochenenden und Feiertagen aktiv sind. Ob ein Platz aktiv ist, erfahren Piloten per Funk vom Flugplatz oder über FIS.

Eine neue Entwicklung des Kollisionswarngeräts FLARM soll jetzt helfen, gefährliche Annäherungen in Sprungzonen zu vermeiden. Die FLARM-Bodenstation sendet in einem zylinderförmigen Bereich ein visuelles und akustisches Warnsignal vom Start des Absetzflugzeuges bis zur Landung der Springer. Die Signale können mit FLARM ab Update Version 6 empfangen werden. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass nur bei tatsächlicher Kollisionsgefahr, also wenn Springer in der Luft sind, die Warnsignale gesendet werden.

Die ersten Sprungzonen-FLARMs werden zurzeit installiert. 15 der 4000 bis 4500 Euro teuren Geräte (je nach Wechselkurs Euro/Schweizer Franken) wurden ausgeliefert. Um Akzeptanz und Effektivität zu beurteilen, bitten wir Piloten und Springer, uns ihre Erfahrungen per Mail oder Telefon mitzuteilen (Ansprechpartner Günter Bertram, Tel. 0531 23540-50, g.bertram@ daec.de).

Besondere Vorsicht bei der Annäherung an Sprungzonen ist notwendig. Dabei bitte auch auf die Absetzflugzeuge der Fallschirmspringer achten. Viele sind schon mit FLARM-Geräten ausgestattet. Sie fliegen auch außerhalb des Kreissymbols mit Zwei-NM-Radius. Im Steigflug hat das Absetzflugzeug wegen des hohen Anstellwinkels eine verminderte Sicht nach unten/vorn. Der Sinkflug der meisten Absetzflugzeuge ist sehr schnell und steil.

Sprungzonen sind aber keine Sperrgebiete. Jeder Springer muss sich vor dem Sprung vergewissern, dass der Luftraum für ihn frei ist, die Absetzfreigabe seitens der Flugsicherung garantiert diese nicht. Um unnötige Gefährdungen zu vermeiden, sollten Piloten Sprungzonen nur dann durchqueren, wenn bestätigt wurde, dass der Platz nicht aktiv ist. Auf keinen Fall sollten die Plätze als Wendepunkte beim Streckenflug genutzt werden!

Vernünftiges Miteinander ist gefragt. Nichts spricht dagegen, dass ein Segelflieger zwischen den Absetzvorgängen den Bart über der Sprungzone nutzt. Auch der Motorflieger, der den Blick von oben auf die Springerszene genießen möchte, sollte das machen können. Miteinander reden und sich verstehen ist angesagt. Das ist nicht nur sicherer, sondern auch stressfrei und sympathisch.
DAeC

Erfolg für die ProWing

Mit über 100 Ausstellern aus dem Flugmodellbau und Zubehörhandel war die ProWing in Soest vom 24. bis 26. Mai ein großes Treffen für anspruchsvolle Modellflugsportler. Auf ihrem neuen Gemeinschaftsstand informierten der Modellflugsportverband Deutschland (MFSD) und das Luftsportgeräte-Büro (LSG-B) über Service und Angebote des Verbandes und des LSG-B. Das Helikoptermodell einer SA 315 Lama im Maßstab 1:3 als Ausstellungsstück zog die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.

In vielen intensiven Fachgesprächen berieten die Spezialisten auch über das Verfahren zur Zulassung von Großmodellen. Der besondere Service, Jahresnachprüfungen vor Ort, wurde geschätzt und gerne angenommen.

Die Vertreter des MFSD und der Bundeskommission Modellflug, Manfred von Raven, Erwin Metz und Michael Thoma, und des LSG-B vereinbarten, die erfolgreiche enge Zusammenarbeit fortzusetzen.

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Das LSG-B-Messeteam freut sich über den Erfolg: (v.li.) Peter Michaelis, Halter und Pilot der Lama, Reinhard Schott, DAeC-Prüfer und Referat Großmodelle im MFSD, Frank Einführer, LSGB-Leiter.

DAeC