Archiv des Autors: Christa Stammnitz

76. Deutscher Segelfliegertag in Hagen

Die Bundeskommission Segelflug freut sich sehr, dass erneut der kompetente und erfahrene Segelfliegertagsausrichter, der Aero Club Hagen e.V., am Samstag, den
4. November 2017 den Segelfliegertag in der Stadthalle Hagen veranstalten wird.

Es ist schon ein wenig wie „nach Hause kommen“ wenn wir in den kommenden Monaten die Weichen für einen weiteren abwechselungsreichen, perfekt organisierten Segelfliegertag in Hagen stellen werden. Natürlich wünschen wir uns auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher aus ganz Deutschland und hoffen, dass es uns gelingt wieder für alle ein interessantes Programm zusammen zu stellen.

Trainerfortbildung:

Auch in diesem Jahr wird der Segelfliegertag als Trainerfortbildung anerkannt sein. Die Fortbildung umfasst 8 LE für A- und B-Trainer.
Bis 11.00 Uhr können die Lizenzen zur Fortbildung abgegeben werden (bitte die Info-Beschilderung am Eingang beachten). Nach Beendigung des letzten Vortrages kann die Lizenz mit einer Teilnahmebescheinigung wieder in Empfang genommen werden.

Unterkunft:

Im Mercure Hotel Hagen ist wieder ein Zimmerkontingent unter dem Stichwort „Segelfliegertag“ zu Sonderkonditionen verfügbar.
Das EZ und DZ wird pro Nacht für 77 EUR angeboten. Frühstück kostet 5 EUR pro Mahlzeit und pro Person.

Zimmerbuchungen können unter folgenden Kontakten vorgenommen werden:
MERCURE Hagen, Wasserloses Tal 4
58093 Hagen, Tel.: +49 2331 3910
E-Mail: H2922(at)arcor.de

DAeC

Jahresbericht DAeC Berlin 2016

Die Berliner Segelflieger
Die Saison 2016 war durch gute Wetterabschnitte geprägt, an einigen Tagen konnte man sogar thermische Höhen bis 3000 m erreichen. Leider jedoch, wie in den letzten Jahren auch, vor allem in der Woche. Somit war die Anzahl der Piloten, die dieses gute Wetter nutzen konnten wieder deutlich eingeschränkt.
Dabei hat der Flugplatz Reinsdorf eine sehr zentrale Rolle gespielt, dort konnte man an jedem Sommertag ununterbrochen fliegen. Für diesen Einsatz wurde dem Betreiber, Familie Kolditz, eine hohe Auszeichnung des DAeC überreicht. Danke auch an dieser Stelle für die Förderung des Segelfluges in unserer Region.

Erfreulich ist die weiterhin steigende Anzahl der Mitglieder in den Vereinen. Dabei konnten durch spezielle Programme wie Schulprojekte, Schnupperkurse oder auch Kurzmitglied-schaften, vor allem neue junge Mitglieder geworben werden. Einige Vereine waren dabei sehr erfolgreich bei der Werbung von Mitgliedern.

Ein Dank gilt allen aktiven Fliegern, die in 2016 keinen Luftraumverstoß verursacht haben. Gerade in unserem Gebiet um Berlin, was bezogen auf den Luftraum im Umbruch begriffen ist, ist das ein sehr wichtiger Fakt. Erstmals, seit langer Zeit, wurde nicht ein einziger Verstoß durch Segelflieger in unserer Region offiziell dokumentiert. Ein gutes Zeichen von wachsendem Bewusstsein aller Piloten und vor allem der Fluglehrer, die die Motoren auf unseren Flugplätzen sind. Dafür hier an dieser Stelle mein ganz persönlicher Dank an alle. Offensichtlich lohnt es sich, immer wieder zu argumentieren und aufzuklären.

Im bundesweiten Vergleich konnten die Berliner Segelflieger gute Ergebnisse erreichen, die Anzahl der Flüge nahm im Bundesdurchschnitt wieder ab aber die Flugleistungen sind dabei gestiegen.

Auch die Anzahl der in Berlin teilnehmenden Piloten nahm etwas ab aber es konnten auch hier mehr Flüge mit mehr Kilometern erreicht werden.

Weitere Information: Siehe Lilienthaler Ausgabe 4/2016

Im zweiten großen dezentralen Wettbewerb, dem Aerokurier Online-Contest (OLC) erreichten Berliner Segelflieger folgende vordere Platzierungen:

1. Platz für den Flugplatz Lüsse mit den am meisten geflogenen Kilometern an einem
deutschen Flugplatz
5. Platz FCC Berlin in der Vereinswertung
5. Platz Bundesliga 2016 FCC Berlin
4. Platz Junior Challenge 2016 Robin Förster
17. Platz OLC Champion 2016 Robin Förster

Im Vergleich zum Vorjahr konnten in vielen Disziplinen bessere Plätze erreicht werden. Es haben sich mehr Piloten an den Wettbewerben beteiligt, es wurden mehr Flüge durchgeführt und mehr Kilometer geflogen.

Auch im Jahr 2016 haben einige Piloten die Bedingungen für das Leistungsabzeichen in Silber und Gold erreicht. Es konnten sogar einige Diamanten für besondere Leistungen erflogen und überreicht werden. Dabei möchte ich unserem Landesausbildungsleiter zu seinem 1000 km Diplom besonders gratulieren. Besonders erfolgreich war Robin Förster. Seine vielen tollen Flüge haben zu den guten Platzierungen geführt, was ihm eine Einladung zum 1000 km Lager in Bitterwasser einbrachte. Auch dort konnte er seine überaus guten Leistungen zeigen, Glückwunsch, Du hast einen tollen Weg genommen.
Siehe Lilienthaler Ausgabe 4/2016.

Das Landesjugendvergleichsfliegen fand unter großer Beteiligung am Flugplatz Friedersdorf statt. Ein toller Wettbewerb, perfekt organisiert, auch mit den Mitteln, die zur Verfügung gestanden haben.

Bericht des D-Kaders über Aktivitäten
In Jahr 2016 hat Lukas Blattmann seine Arbeit im D Kader weiter fortgeführt. Er kümmerte sich um die Aufstellung des D Kader und wurde als Sprecher gewählt. Es wurden auch einige Schulungen und Trainings durchgeführt, Einzelheiten sind dem D Kader Bericht zu entnehmen. Am Ende des Jahres wurde der neue D Kader für 2017 aufgestellt. Dabei wurde der D Kader um die Piloten bereinigt, die kein Interesse an einer Mitarbeit gezeigt haben. Das wiederum hat dem Nachwuchs eine gute Chance gegeben, um nachzurücken.

Segelflugkommission
Die Segelflugkommission tagte im Berichtsjahr 7 mal. Die September Sitzung musste ausfallen, da der Vorsitzende zu einer Kur war. Leider musste Martin Kader als Stellvertreter die SEKO aus beruflichen Gründen verlassen. Bisher war es nicht möglich, einen neuen Stellvertreter zu finden, was natürlich auch in der Arbeit zu Engpässen geführt hat.
An dieser Stelle möchte ich Martin für seine Arbeit danken, Du fehlst uns hier sehr. Natürlich freuen wir uns über Deine übergeordnete Arbeit in der BUKO und wünschen alles Gute für die Zukunft.

Der im Jahr 2011 erstmalig gewählte Vorsitzende der Segelflugkommission Peter Wartig muss aus beruflichen Gründen die Arbeit als Vorsitzender im Jahr 2017 beenden. Neue Herausforderungen im Beruf verlangen offensichtlich mehr zeitlichen Einsatz. Ich kandidiere aber weiterhin für Arbeiten in unserer SEKO.

Bereits im Jahr 2013 hat unser langjähriger Ausbildungsleiter Rudolf Krahn aus Altersgründen darum gebeten, in absehbarer Zeit einen neuen Landes-Ausbildungsleiter zu finden. Leider stellt sich das nicht so einfach dar, denn es ist schwer, geeignete Fluglehrer zu finden.

Berufliche und private Gründe von Mitgliedern der Vereine und Mitglieder der Kommission sind oftmals Gründe der Versagung zur Ausübung eines Ehrenamtes. Nochmals möchte ich darauf verweisen, es muss sich ein geeigneter Personenkreis finden, um die Aufgaben zu bewältigen. Ohne die Übernahme von Verantwortung werden wir unsere Ausbildung und den Luftsport insgesamt so nicht weiter führen können.

Erfreulicherweise ist die Ausbildung von Fluglehrern im Landesverband zu bewerten. In diesem Jahr haben einige Piloten Ihre Ausbildung zum Fluglehrer abgeschlossen und sind in ihren Vereinen tätig geworden, eine äußerst positive Entwicklung. Auch der Lehrgang zur Fortbildung der Fluglehrer konnte mit großem Erfolg im Februar traditionell durchgeführt werden.

Mitglieder der Berliner Segelflugkommission nahmen an folgenden Sitzungen der Fachausschüsse der DAeC-Segelflugkommission teil:
• Ausbildung
• Breitensport sowie den
• Sitzungen der Bundes-Seko
• Mitarbeit in der BUKO in leitenden Funktionen

Ständige Themen der Kommissionen waren dabei:
• die zu erwartenden Änderungen als Folge der europäischen Gesetzgebung.
• CAMO, CAMO+, ATO
• Nachwuchsgewinnung
• Strukturreform des DAeC
• Änderungen der Wettbewerbsordnung
• Luftraum

Durch Beschluss der SEKO müssen alle Fluglehrer im Besitz der gültigen Trainer Lizenz sein, um als Fluglehrer in den Vereinen zu arbeiten. Um eine rechtzeitige Verlängerung muss gebeten werden, ansonsten darf kein Einsatz als Fluglehrer im Verein erfolgen. Leider haben einige Fluglehrer ihre Fachübungsleiter nicht verlängert, die Vereine wurden darauf hingewiesen, dass dieses Auswirkungen auf die Förderung hat.

Der Theorieunterricht zum Segelflugzeugführer verlief insgesamt unter sehr guter Beteiligung. Die Beibehaltung des Systems Mittwoch/Samstag wurde wieder positiv angenommen. Der zentrale Unterricht im Winterhalbjahr wird von den Segelflugvereinen nach wie vor gewünscht und auch von externen Piloten auf Grund der guten Qualität sehr geschätzt.

Den Berliner Piloten wünsche ich bei den Flugbetrieben und Wettbewerben in 2017 alles Gute und sehr erfolgreiche Flüge.

Abschließend möchte ich mich bei allen, die im Jahr 2016 für unseren Segelflug/Motorsegelflug so außerordentlich aktiv tätig waren, ganz herzlich bedanken!
Ein besonderer Dank gilt auch den Mitgliedern der Berliner Segelflugkommission für ihre Arbeit.

Peter Wartig
Referent Segelflug Berlin
Berlin Januar 2017

Kein 100-Meter-Deckel für den Modellflug

Der beharrliche Einsatz des DAeC hat sich gelohnt: Die generelle 100-Meter-Begrenzung für den Modellflug ist Geschichte. Der Bundesrat hat am Freitag einer entsprechenden Empfehlung des Verkehrsausschusses zugestimmt. Die Höhenbegrenzung war vom Bundesverkehrsministerium im Zuge der Regulierung von Multicoptern, im Volksmund Drohnen genannt, ins Spiel gebracht worden – und hätte das Aus für bestimmte Modellflugklassen bedeutet.
 
„Wir freuen uns für alle Modellflieger in Deutschland und sind stolz und glücklich darüber, dass die Entscheidung zur Novellierung der LuftVO so ausgefallen ist“, sagt DAeC-Vizepräsident Gunter Schmidt. Die Geduld und der unermüdliche Einsatz der DAeC-Vertreter hätten sich ausgezahlt – auch wenn der Lösungsvorschlag vom Mai 2016, einen Kenntnisnachweis einzuführen, lange in der Warteschleife festgehangen hätte. „Unser zielorientierter Arbeitsstil und die  vielen Gespräche mit Entscheidungsträgern haben letztlich zum Erfolg geführt“, sagt Schmidt. „Das ist ein guter Tag für den Modellflug.“
 
Die Empfehlung des Verkehrsausschusses, der der Bundesrat nun folgt: Steuerer von Flugmodellen sollen auch auf Modellfluggeländen von Vereinen ohne Erlaubnis zum Aufstieg und außerhalb von Modellfluggeländen höher als 100 Meter fliegen dürfen – sofern sie einen besonderen Kenntnisnachweis erbringen können. Wie dieser genau aussieht, steht noch nicht fest. „Wir arbeiten aber bereits an einem Konzept. Unser Ziel ist, dass der Kenntnisnachweis für jedermann gut zu erlangen ist“, sagt Schmidt. Für den Betrieb von Multicoptern wird es eine solche Regelung nicht geben.
 
Den Vorstoß des Verkehrsministeriums, grundsätzlich eine maximale Flughöhe von 100 Metern einzuführen, hatte der Verkehrsausschuss zuvor in seiner Empfehlung als „ernstes Problem“ bezeichnet. Für bestimmte Modellflugklassen würde das einem „Quasiverbot“ gleichkommen, „auch wenn über den wenigen formell zugelassenen Modellfluggeländen Ausnahmen gelten sollen“.
 
Noch bis Januar hatte es einen solchen Vorstoß gar nicht gegeben – der über anderthalb Jahre mit DAeC und DMFV ausgehandelte Kompromiss schien unter Dach und Fach zu sein. Dann hatte das Verkehrsministerium unerwartet wieder einen 100-Meter-Deckel ins Spiel gebracht und diesen mit Interessen der Bundeswehr begründet. Der Verkehrsausschuss hatte diese Begründung Ende Februar als nicht nachvollziehbar zurückgewiesen: Die Koexistenz von Luftwaffe und Modellflug habe in vergangenen Jahren nie zu Problemen geführt.

Gunter Schmidt
DAeC-Vizepräsident

Termine 2017

Termine LV Berlin:
Die Vorstandssitzungen des DAeC Landesverbandes Berlin sind am:
05.09. und am 14.11.2017.
Sie finden um 19:30 Uhr im Sportlertreff „Poseidon“ statt.

Seko-Termine:
05.09., 18.10. und 14.11.2017 19:30 Uhr im Sportlertreff Poseidon, Fritz – Wildung – Straße 7a, 14199 Berlin

Termine Allgemein:
Herbst 2017, Prüferlehrgang zu spannendem Material. Prüfer der Klasse 5 können sich bei Christian Spintig für die Veranstaltung registrieren lassen. Per Mail: c.spintig@daec.de

Termine Fallschirm:
30. Juli:
Im französischen Palmiers Leistungslehrgang für jugendliche Fallschirmspringer/innen. Informationen und Bewerbungsunterlagen auf: www.daec.de/news-details/item/gemeinsam-den-absprung-schaffen/
26. bis 30. Juli: Sprungwoche in Neuhausen
27. bis 28. Juli: Kappenflugseminar, Neuhausen
12. bis 13. August: Cottbusser CFC offene Vereinsmeisterschaft im 4rer RW

Termine Modellflug:
Sonntag den 10.09.2017
Sonntag den 08.10.2017
Modellflug Klassen: Gliding Class, Open Gliding Class , Elektric Class
Wettbewerbsgelände: Segelflugplatz Finsterwalde Frankenaer Weg
Modellflug UHU Cup Sängerstadtpokal
Veranstalter: Flugmodellsportclub Finsterwalde e.V.
Günter Heppe Lessingstraße 6, 03238 Finsterwalde Tel. 03531/2259 Fax 03531709859

Termine Motorflug:
in Brandenburg
26. August:
Schwarzheide Landewettbewerb des Dt. Präzisionsflugvereins
überregional Deutschland
22. Juli: Verden Niedersachsenrallye

International
28. Juli bis 03. August:
Spitzerberg/Österreich WM Präzisionsflug
11. bis 16. September:
Castellon/Spanien WM ANR

Termine Segelflug:
04. bis 13. August: Anfängerwettbewerb im Streckensegelflug der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg als gemeinsames Streckenflugtrainingslager der 3 Landesverbände auf dem Verkehrslandeplatz in Kyritz
25. bis 27. August: 20. Kleinen Segelflugzeug-Oldtimertreffen, Flugplatz Jena-Schöngleina, Anmeldung über:
www.fliegerklub-jena.de oder direkt bei manfredfritsch@t-online.de sowie
08.-10. September: Landesjugendvergleichsfliegen in Staußberg http://www.ljvf2017-strausberg.de/
21.-24. September: Bundesjugendvergleichsfliegen am Flugplatz Oppenheim-Guntersblum

 

Luftraumregelungen 2017

Der Bundesausschuss Unterer Luftraum (BAUL) vertritt die Interessen der Luftfahrer im DAeC bei Behörden, DFS, Militär und anderen Luftraumnutzern.

Im BAUL sind alle Luftsportarten vertreten. Im gemeinsamen Luftraumnutzer- Gespräch bei der DFS in Langen wurden im Herbst 2016 die Neuregelungen für den Luftraum für 2017 besprochen.

Nicht immer war es uns dabei möglich, nachteilige Änderungen zu verhindern. Im Fokus aller Änderungen steht eben immer auch die Flugsicherheit aller Luftverkehrsteilnehmer. Als markanteste Änderung, die flächendeckend in Deutschland 2017 eingeführt wird, ist zweifelsohne die TMZ mit Hörbereitschaft und „Listening Squawk“ zu nennen. Hierbei sind in allen TMZ, auf Grundlage einer dringenden Sicherheitsempfehlung, Frequenzen der Flugsicherung zu rasten, die in den neuen ICAO-Karten eingedruckt sind. Niedergeschrieben sind die Verfahren und Lufträume in der NfL 958-17. Hierbei ist auch der ebenfalls in der ICAO-Karte verzeichnete und für jede TMZ unterschiedliche Transpondercode einzustellen. Sinn und Zweck dieser Regelung ist es, den Radarlotsinnen und Radarlotsen der DFS die Möglichkeit zu eröffnen, jeglichen Luftverkehr innerhalb der TMZ im Bedarfsfall ohne Zeitverzug ansprechen zu können, ohne jedoch die Funkfrequenz unnötig zu belasten. Daher ist keine aktive Aufnahme des Funkverkehrs durch Luftfahrzeugführer durchzuführen, sondern, wenn erforderlich, wird nur der Lotse/die Lotsin gezielt ein Luftfahrzeug ansprechen (über Mode S wird der Bodenstelle die Kennung angezeigt).

Da es sich bei der Regelung nicht um eine SERA-konforme Verfahrensweise handelt, ist eine generelle Anweisung durch Verordnung zwar nicht möglich, sollte aber trotzdem dringend befolgt werden, um zukünftige restriktivere Maßnahmen (z. B. TMZ mit RMZ oder „Luftraum Delta nicht CTR“) zu verhindern.

Beim Verlassen des Luftraumes ist der Transpondercode wieder auf VFR 7000 umzustellen, und die Frequenz kann wieder verlassen werden. Für die Durchführung von Flügen unter FIS (Flight Information Service) wird im Einzelfall geregelt werden, ob eine Umschaltung zum Radarsektor bei Kreuzung einer TMZ erforderlich ist oder ob die FIS-Frequenz beibehalten werden kann. Gleiches gilt dann auch für den Transpondercode. Hier ist Flexibilität im Einzelfall gefragt.

Bei Schaltung von Frequenzen sollte sich jeder Pilot und jede Pilotin auch mit der Möglichkeit der DW-Funktion (Dual Watch) auseinandersetzen. Hierbei besteht die Möglichkeit, zwei Frequenzen gleichzeitig abzuhören und zwischen den Frequenzen umzuschalten (aktiv = senden und hören/passiv = nur hören).

Nahezu alle neuen 8,33-KHz-Funkgeräte  haben diese Möglichkeit. Dieses ist sicherlich auch im Streckensegelflug eine gute Möglichkeit, „den Anschluss“ an die Mitstreiter nicht zu verlieren, wenn andere Frequenzen flugbetrieblich zu schalten sind.
Die NfL 959-17 für die gesamten Luftraumkoordinaten wurden neu gefasst, da die Herausgabe einer Neufassung wegen einer größeren Anzahl von Änderungen übersichtlicher ist. In den entsprechenden AIP-Dokumenten sind die Änderungen durch Anstriche wie gewohnt ersichtlich.

Die Segelflugsektoren wurden in Teilen wieder einmal angepasst, ebenso gab es Änderungen in den Lufträumen Charlie und Delta. Es wird dringend empfohlen, sich hierzu ausschließlich neuer Karten sowie neuer Datensätze für die Navigationsunterstützung zu bedienen.

Bei Fragen zum Luftraum bitten wir, sich zunächst immer an den jeweiligen Referenten des BAUL für den Bereich zu wenden. Die entsprechenden Namen und Erreichbarkeiten sind auf der Internetseite des DAeC veröffentlicht.
Sollte es Probleme oder Unstimmigkeiten geben, ist der Referent Luftraum in der Bundesgeschäftsstelle, Jürgen Kubicki, immer die erste zentrale Anlaufstelle.

Dieser koordiniert im Bedarfsfalle dann zentral mit den entsprechenden Behörden der Länder oder des Bundes sowie mit der DFS. Hierdurch können Informationen von weitreichender Bedeutung zielgerichtet und zeitnah allen Luftraumnutzern des DAeC zur Verfügung gestellt werden und versickern nicht irgendwo im Nirwana. Der Segelflug als tragende Säule für unseren Sport und Einstiegstor für Jugendliche in ein verantwortungsvolles und einmaliges Hobby ist mehr denn je gefragt, sich mit den Regeln und Lufträumen auseinanderzusetzen. Den Fluglehrern aller Luftsportarten kommt hier nochmals eine besondere Bedeutung zu.

Jede Luftraumverletzung und jegliche Gefährdung im Luftverkehr ist unbedingt zu vermeiden. Hierzu bedarf es guter Grundlagenausbildung und andauernder Fortbildung in den Vereinen des DAeC. Die Organisation in einem solchen starken Verband von über 100 000 Mitgliedern aller Luftsportarten ermöglicht uns die Chance, voneinander zu lernen und Kräfte für Aus- und Fortbildung zu zentralisieren und zu bündeln. Ein möglichst freier – oder zumindest wenig reglementierter Zugang zum Luftraum ist unabdingbare Voraussetzung für die Durchführung unseresSportes – insbesondere auch für die Durchführung eines anspruchsvollen Strecken-segelfluges. Sichere Luftraumnutzung geht uns alle an!

Im Jahr 2016 kam es erneut zu zahlreichen Luftraumverletzungen, insbesondere von zeitlich beschränkten Sperrgebieten (Restricted Areas). Diese Lufträume waren alle ausnahmslos in NOTAMs veröffentlicht, viele auch längerfristig in den NfL. Der Einflug in solche Gebiete ist nicht nur hochgradig gefährlich (z.?B. wegen militärischer und/oder polizeilicher hochkomplexer Luftoperationen und Übungen), sondern auch strafbar. Das bedeutet, dass bei einem unerlaubten Einflug ein Strafverfahren eröffnet wird und mit hohen Geldstrafen oder auch Freiheitsstrafen geahndet werden kann. Die Straftat ist dann viele Jahre gespeichert und führt im Wiederholungsfall zu noch empfindlicheren Strafen und Folgen.
Dieses kann (und muss!) durch eine gute Flugvorbereitung, die Nutzung tagesaktueller NOTAMs (DFS AIC Portal oder VFRiNOTAM App), die Unterstützung der Flugdurchführung anhand aktueller Karten sowie begleitender und unterstützender GPS-Navigation verhindert werden. Darüber hinaus ist die Nutzung von FIS als zusätzliches Sicherheitsnetz dringend zu empfehlen -insbesondere dann, wenn solche Sperrgebiete angekündigt wurden.

Es liegt nun an uns, allen zu zeigen, dass wir umsichtig mit den uns gewährten Rechten umgehen und uns und unsere Mitmenschen durch verantwortungsvolles Fliegen schützen. Unabhängig davon, ob wir mit dem Gleitschirm, dem Hängegleiter, einem Segelflugzeug, dem UL, dem Ballon oder einem Motorflugzeug unterwegs sind – oder unseren Modellflugsport betreiben!

Mit fliegerischen Grüßen und guten Wünschen für eine sichere Flugsaison 2017,
Volker Engelmann
Vorsitzender BAUL

Zum Tod von Theo Rack

Am vergangenen Freitag starb Theo Rack im Alter von 94 Jahren in Würzburg. Sein Name ist untrennbar mit dem Deutschen Segelflugmuseum mit Modellflug auf der Wasserkuppe verknüpft. In der Zeit der Wiedervereinigung hat Theo Rack entscheidend für die Zukunftssicherung des Luftsports in den neuen Bundesländern gearbeitet.

Ein Nachruf von Rudolf Schuegraf, langjähriger ehren- und hauptamtlicher Mitarbeiter in verschiedenen leitenden Funktionen im DAeC.

In ehrendem Gedenken
die Mitglieder des LLVBB und des LFV Berlin

In Memoriam
Theo Rack, 12. Juni 1922 bis 17. Marz 2017

Lieber Theo,
Du hast Deinen Weg beendet und diese Welt verlassen. Die Erinnerung an Dich, Deine Art zu wirken und Deine Erfolge fur den deutschen Luftsport bleiben uns erhalten. Ich habe Dich vor 30 Jahren kennenlernen dürfen, der Zeitpunkt, zu dem ich von der Luftwaffe zum Deutschen Aero Club konvertiert bin. Du warst mein Ziehvater im DAeC als ich die ersten Jahre „DAeC und Luftsport“ lernte.

Bei einem unserer ersten Besuche beim LBA in Braunschweig haben wir uns an einem geselligen Abend unsere Lebensgeschichten erzählt, wir haben uns gegenseitig geschätzt, wir haben uns voll vertraut. Gerne denke ich an Deine vielen Aktivitäten zuruck, die Du in Deiner Dir eigenen Art angefasst und auch zum Ende gebracht hast.

Du hast mit Dr. Culmann das heutige Segelflugmuseum geschaffen, einzigartig auf der Welt, eine Attraktion auf der Wasserkuppe. Während der Zeit der Wiedervereinigung hast Du z.B. dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages und dem Innenministerium durch Deine unterschiedlichen „Überzeugungstechniken“ die Zustimmung abgerungen, den neuen Landes-verbänden, Vereinen und den Kommunen die Luftfahrzeuge und Flugplätze kostenlos zur Nutzung zu übergeben.

Unermüdlich und geleitet von Kompetenz, vertrauensvoll im menschlichen Umgang hast Du Dich für die Belange der Mitglieder unseres DAeC eingesetzt, auch alle späteren „Wehwehchen“ konnten Dich davon nicht abhalten.

Auch bei und für die Alten Adler warst Du aktiv, mit zunehmendem Alter bin auch ich dort gelandet, um mit Dir zusammenzuarbeiten. Ich habe es gerne getan, aber die Zeit vergeht und verlangt ihren Tribut von uns allen.

Lieber Theo, 30 Jahre enger Kontakt mit Dir sind nun Vergangenheit. Nicht nur ich werde Dich vermissen. Wir sind Dir dankbar und werden Dich in Erinnerung behalten.

Rudolf Schuegraf

 

Erfolgsgeschichte: Segelflug – Bundesliga

Der in Reinsdorf/Fläming beheimatete Aero Club Berlin  macht einen großen Schritt in die sportliche Zukunft des Vereins…..

Die Streckenflieger des Vereins, der seit langem seine  Heimat in Reinsdorf/Fläming hat, haben vor 2 Jahren den Aufstieg in die 2. Bundesliga erflogen,  2015 die Klasse gehalten und stehen nun auf einem Aufstiegsplatz in die 1.Bundesliga.
Eine Erfolgsgeschichte, zu der Ausdauer, Können und Einsatzfreude viele Mitglieder beigetragen haben.

Insgesamt werden an Wocheneden der Saison die Flüge aller Vereine deutschlandweit ins Internetportal  „Online Contest“ (OLC) gestellt und können so ausgewertet und verglichen werden.

Mit dem Fluggerät „DUO DISCUS“ – Jugendförderung im besten Sinne
Um die Zukunft des Vereins zu sichern, ist ein fabrikneuer  Doppelsitzer „DUO Discus XL“ angeschafft worden.
Bemerkenswert ist, dass das Flugzeug überwiegend aus Mitgliederspenden und Darlehn finanziert wurde.

Der Duo gibt ab sofort allen Mitgliedern die Möglichkeit, ihre Streckenflugambitionen wieder aufleben zu lassen, sowie den Trainingsstand und damit auch die Sicherheit zu verbessern.
Jetzt sind mit dem Duo ideale Voraussetzungen gegeben, jedem interessierten Jugendlichen „auf die Strecke“ zu helfen.

Im neuen Doppelsitzer gibt es ab sofort die Möglichkeit, von erfahrenen Piloten zu lernen.
Ein Beispiel für das erfolgreiche Zusammenspiel von Vereinsmitglieder im Altersbereich dreier Generationen! (von 16 bis 75)